Vier Projekte, vier Auszeichnungen: Beim Regionalwettbewerb Jugend forscht im Dornier Museum in Friedrichshafen zeigten sieben Schüler, wieviel Neugier, Ausdauer und Innovationsfreude in ihnen steckt. Drei Teams wurden mit Preisen ausgezeichnet, ein Projekt erhielt einen Sonderpreis. Darüber hinaus wurde die langjährige engagierte Betreuung mit einem Betreuerpreis gewürdigt – ein großartiger gemeinsamer Erfolg. Aufgrund der Teilnahme mit vier Projekten wurde die Schule zudem mit dem Jugend-forscht-Schulpreis der IHK ausgezeichnet.
Die Projekte im Überblick
Smart Glass Detection – Schutz vor Schnittverletzungen im Wasser
Emil Debreli (9a) und Tomte Nisch (10a)
2. Preis – Mathematik und Informatik, Jugend forscht
Betreuung: Odin Weber und Jonathan Häßler (Universität Konstanz)
Mit Künstlicher Intelligenz gegen Glasscherben im Wasser: Das bereits im Vorjahr prämierte Projekt wurde konsequent weiterentwickelt. Mithilfe KI-gestützter Bilderkennung erkennt das System Glasscherben und gibt automatisch ein Warnsignal aus. In diesem Jahr standen der Bau und 3D-Druck neuer Bootsmodelle sowie die Umsetzung des KI-Modells auf einer Kamera im Mittelpunkt.
Ein herzlicher Dank gilt den ehemaligen Suso-Schülern Odin Weber und Jonathan Häßler für die engagierte Betreuung sowie dem FAB-Lab der Universität Konstanz für die Unterstützung beim 3D-Druck.
Maximierung und Extraktion von Lutein aus Mikroalgen
Nikolai Smerdkaund Ruben Lang (beide K2)
Sonderpreis – Jahresabonnement „Bild der Wissenschaft“
Biologie, Jugend forscht
Betreuung: Herr Prof. Becks (Universität Konstanz) und Herr Wahr
Lutein ist ein wertvolles Pflanzenpigment, das unter anderem die Augen schützt und in Lebensmitteln sowie Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird. Bestimmte Mikroalgen – darunter auch Arten aus dem Bodensee – enthalten Lutein auf natürliche Weise. Die beiden Jungforscher untersuchten, wie sich der Luteingehalt gezielt steigern lässt, indem sie Lichtintensität und Salzgehalt der Kulturen veränderten. Dabei konnten deutliche Unterschiede im Wachstum, in der Zelldichte und in der Färbung beobachtet werden. Besonders erfolgreich war die Isolation von Lutein mittels Säulenchromatographie.
Dieses Projekt zeigte eindrucksvoll, welche großen Chancen Mikroalgen als nachhaltige Quelle wertvoller Naturstoffe bieten.
Teile der Arbeit entstanden am Limnologischen Institut und im Schülerlabor der Universität Konstanz – herzlichen Dank an Herrn Prof. Becks, Herrn Tobias Häring und Ceren Karayel für die Unterstützung.
Magnetschwebebahn ohne Supraleitung
Finn Behrens (9a)
3. Preis – Physik, Jugend forscht
Betreuung: Herr F. Maret
Diamagnetisches Schweben ohne Supraleitung: In diesem Projekt wurde eine Magnetschwebebahn entwickelt, bei der eine Graphitplatte allein durch Magnetkräfte in der Luft gehalten und gegen Entgleisen geführt wird – ohne Kontakt zur gekrümmten Schiene.
Die schwebende Platte pendelte minutenlang bis zum Erreichen des Gleichgewichts hin und her. Eine Videoanalyse der gedämpften Bewegung ergab, dass die Platte nicht nur durch Luftreibung, sondern hauptsächlich durch Wirbelströme im Graphitmaterial abgebremst wird.
Ein herzlicher Dank gilt der Schreinerei Schächtle für das CNC-Fräsen der Bahn, Prof. G. Maret für die physikalischen Ratschläge, sowie dem Mitschüler Chris Li, der Finn vor Ort zur Präsentation tatkräftig unterstützt hat.
Das schwebende Rad
Marlon Wahl und Jonas Klaussner (beide 7d)
Regionalsieger – Jugend forscht Junior, Technik
Betreuung: Herr Bülte und Herr Maret
Inspiriert vom Animationsfilm Baymax wollten die Schüler ein Rad konstruieren, das allein mithilfe von Magnetfeldern freischwebt. In einem ersten Schritt konstruierten die beiden Jungforscher eine Achsenaufhängung mittels im Halbkreis angeordneter Neodym-Magnete.
Das Magnetsystem wurde anschließend systematisch untersucht, unter anderem durch die Bestimmung der magnetischen Flussdichte, um Aufbau und Stabilität besser zu verstehen und gezielt zu optimieren. Ziel ist eine reibungsarme Radaufhängung – eine spannende Idee, die beim Regionalwettbewerb überzeugte.
Wir danken dem FAB-Lab der Universität Konstanz herzlich für die Unterstützung beim 3D-Druck und drücken fest die Daumen für den Landeswettbewerb!