Schutzkonzept – Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Das Heinrich-Suso-Gymnasium versteht sich als Ort des gemeinsamen Lernens und Lebens, an dem gegenseitige Achtung, Vertrauen und Verantwortung das Miteinander prägen. Alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft sollen sich an unserer Schule sicher und respektiert fühlen können.
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt, insbesondere vor sexualisierter Gewalt, ist uns deshalb ein wichtiges Anliegen. Wir möchten eine Schulkultur stärken, in der persönliche Grenzen geachtet, Grenzverletzungen wahrgenommen und offen angesprochen werden können. Prävention und Schutz verstehen wir dabei als gemeinsame Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft.
Unser Schutzkonzept befindet sich derzeit in der Erarbeitung. In diesen Prozess beziehen wir unterschiedliche Perspektiven aus der Schulgemeinschaft ein. Ziel ist es, bestehende Maßnahmen zu überprüfen, weiterzuentwickeln und verbindliche Grundlagen für Prävention, Schutz und den Umgang mit möglichen Übergriffen zu schaffen.
Wesentliche Bestandteile des Schutzkonzepts sind:
Ein gemeinsamer Verhaltenskodex, der Grundsätze für einen respektvollen, grenzachtenden und verantwortungsvollen Umgang innerhalb unserer Schulgemeinschaft festlegt. Er soll Orientierung für das Verhalten aller am Schulleben Beteiligten bieten.
Ein Interventionsplan, der klare Abläufe und Verantwortlichkeiten für den Umgang mit Verdachtsfällen, Grenzverletzungen und Übergriffen beschreibt. Er soll sicherstellen, dass Hinweise ernst genommen, betroffene Personen geschützt und notwendige Schritte besonnen und fachgerecht eingeleitet werden.
Transparente Melde- und Beschwerdewege, die Schülerinnen und Schülern, Eltern und allen weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft ermöglichen, Sorgen, Beobachtungen oder Beschwerden vertraulich anzusprechen und Unterstützung zu erhalten.
Das Schutzkonzept wird schrittweise entwickelt und ergänzt. Über wesentliche Ergebnisse und die weitere Umsetzung werden wir an dieser Stelle informieren.
Bereits jetzt gilt: Wer sich unwohl, bedrängt oder in seinen persönlichen Grenzen verletzt fühlt oder entsprechende Situationen beobachtet, soll damit nicht allein bleiben. Unsere Schule bietet verschiedene Möglichkeiten, sich an eine Vertrauensperson zu wenden und Unterstützung zu erhalten.
Hilfe, Beratung und Beschwerdewege
Am Heinrich-Suso-Gymnasium ist uns wichtig, dass Sorgen, Konflikte und mögliche Grenzverletzungen offen angesprochen werden können. Wer sich ungerecht behandelt, bedrängt oder in seinen persönlichen Grenzen verletzt fühlt oder entsprechende Situationen beobachtet, soll Unterstützung finden.
Dafür stehen innerhalb und außerhalb unserer Schule verschiedene Ansprechpersonen zur Verfügung.
Du entscheidest, wem du dich anvertrauen möchtest. Du musst nicht selbst beurteilen können, wie schwerwiegend eine Situation ist, bevor du um Unterstützung bittest.
Für Schülerinnen und Schüler
Du kannst dich an folgende Personen wenden:
- Deine Klassenlehrerin oder deinen Klassenlehrer bzw. deine Tutorin oder deinen Tutor
- Eine Lehrkraft deines Vertrauens
- Eine andere Vertrauensperson aus der Schulgemeinschaft
- Die Schulsozialarbeit
- Die Beratungslehrkraft
- Die Verbindungslehrkräfte
- Eine externe Beratungsstelle
Wenn sich ein Problem nicht lösen lässt, können weitere zuständige Personen bis hin zur Schulleitung oder gegebenenfalls der Schulaufsicht einbezogen werden.
Für Eltern
Bei Fragen, Beschwerden oder Konflikten stehen Ihnen folgende Ansprechpersonen zur Verfügung:
- Die unmittelbar betroffene Person
- Die Klassenleitung bzw. die Tutorin oder der Tutor
- Die Elternvertretung
- Die zuständige Abteilungsleitung
- Die Schulleitung
Grundsätzlich streben wir eine Klärung auf möglichst direktem Weg an. Wenn dies nicht möglich oder nicht angemessen ist, können weitere Stellen einbezogen werden.
Für Mitarbeitende
Mitarbeitende können sich bei Konflikten oder belastenden Situationen an die zuständigen schulischen Stellen wenden. Darüber hinaus stehen schulische und externe Beratungsangebote sowie die jeweiligen Interessenvertretungen zur Verfügung.
Wenn es um Gewalt oder Übergriffe geht
Hinweise auf Gewalt, sexualisierte Gewalt oder andere schwerwiegende Grenzverletzungen nehmen wir ernst. Dies gilt unabhängig davon, ob die Vorfälle innerhalb der Schule, unter Schülerinnen und Schülern oder außerhalb des schulischen Umfelds stattfinden.
In solchen Fällen steht der Schutz der betroffenen Personen im Vordergrund. Die Schule prüft die notwendigen Schritte und zieht bei Bedarf geeignete Fachstellen hinzu.
Wichtig: Bei einem Verdacht auf Gewalt oder einen Übergriff muss nicht zunächst ein regulärer Beschwerdeweg durchlaufen werden. Betroffene und Personen, die etwas beobachtet haben, können sich unmittelbar an eine geeignete Vertrauensperson oder externe Beratungsstelle wenden.