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letzte Neuigkeiten

aktuelle Termine


event Studienfahrten (bis 8.6.) Mo 04.06.2018- Fr 08.06.2018

event Freiwillige Latinumsprfung Kl. 9 Do 07.06.2018

event Auffhrung Theater-AG Do 14.06.2018

event Auffhrung Theater-AG Fr 15.06.2018

event Unterstufenmusical Di 19.06.2018

event Vocatium (Studienorient. fr K1) Mi 20.06.2018

3. Newsletter

Der neue Newsletter ist in der Suso-Intern-Webanwendung einsehbar.

Vortrag: Humanistische Bildung

Als humanistisches Gymnasium beschäftigen wir uns mit der Frage welchen Stellenwert und welchen Platz die humanistische Bildung in unserer heutigen Zeit haben soll, bzw. wie die Schule die Werte humanistischer Bildung transparent und wirksam in ein modernes Curriculum einbinden kann.
Wir freuen uns, in Kooperation mit der Binational School of Education (BiSE), Herrn Prof. Gotter zu einem Votrag am Heinrich-Suso-Gymnasium gewonnen zu haben, um dieser Frage aus historischer Sicht nachzugehen.

Herr Prof. Gotter (Inhaber der Professur für Alte Geschichte an der Universität Konstanz) wird am 21.06.2018 um 19:00 Uhr in der Mensa des Suso-Gymnasiums zum Thema Zwischen Radikalität und Behäbigkeit, oder: was das humanistische Projekt früher konnte (und jetzt können soll) referieren. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Eintritt frei!

 

Wenn man heutzutage von Humanismus spricht, denkt man bestenfalls an positive Traditionsbewahrung in unruhiger Zeit und schlimmstenfalls an Langeweile. Das aber ist lediglich eine Entwicklung der (letzten) Nachkriegszeit. Denn davor mag Humanismus vieles gewesen sein, aber kaum jemals behäbig. Im Gegenteil: mit seiner Formulierung verbinden sich regelmäßig zentrale Verwandlungen der Weltwahrnehmung mit jeweils radikalen Folgen. Das begann mit der grundlegenden Neubewertung der eigenen Gegenwart, die letztlich den Ausstieg aus der Zeit bedeutete, die wir jetzt "Mittelalter" nennen. Es setzte sich in Deutschland fort mit der Abgrenzung von der lateinisch geprägten französischen Leitkultur im 18. Jahrhundert, aus der die deutsche Klassik entstand. Im 19. Jahrhundert beschrieb sich der Geniekult immer wieder im Rückgriff auf die griechische Antike und auch in der politischen Krise der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts trat der sogenannte 3. Humanismus mit lauter Stimme (und zweifelhaftem Ertrag) hervor. Der Vortrag will diese Humanismen als mächtige Fallbeispiele umkreisen, um auf dieser Basis erneut die Frage zu stellen, welche Rolle ein humanistisches Projekt der Gegenwart jenseits der Verwaltung eines mittlerweile etwas angegrauten Erbes haben könnte.